KI-gestützte Meldung auf Grundlage der verlinkten Originalquelle.
Das Jugendwort des Jahres 2026 lautet "Ragebait". Das teilte der Stuttgarter Langenscheidt-Verlag am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse mit. In der Online-Abstimmung setzte sich der Begriff knapp gegen die beiden anderen Finalisten "Peak" und "Crashout" durch.
"Ragebait" lässt sich wörtlich als "Wut-Köder" übersetzen. Gemeint sind Beiträge in sozialen Medien und im Netz, die gezielt provozieren, um Aufregung und Wut auszulösen.
Nach Angaben des Verlags entfielen 36,5 Prozent der Stimmen auf "Ragebait". Auf Platz zwei kam "Peak" mit etwa 34 Prozent; das Wort steht für das Beste oder den Höhepunkt. "Crashout" erhielt rund 30 Prozent. Der Begriff bezeichnet das Ausrasten und den Verlust der Fassung.
Seit dem Start der Kampagne haben dem Verlag zufolge rund eine Million Jugendliche mitgemacht. Abgestimmt werden konnte seit Mai, entscheidend sind die Stimmen der 11- bis 20-Jährigen. Im Vorjahr hatte "das crazy" gewonnen.
Bei "Ragebaits" handelt es sich häufig um Falschmeldungen oder abstruse Meinungen. Sie sollen Aufmerksamkeit und damit große Reichweite erzielen, ähnlich wie ein "Clickbait". Solche Inhalte werden den Angaben zufolge oft von den Algorithmen auf Instagram oder TikTok belohnt und bringen Kommentare, Likes und hohe Aufrufzahlen.
Für manche kam das Ergebnis wenig überraschend. Bereits am Freitag war auf den Social-Media-Kanälen der "Tagesschau" ein Video mit der ARD-Nachrichtensprecherin Susanne Daubner erschienen. Die 65-Jährige wirkte darin zunächst, als wolle sie erneut das Jugendwort erklären. Dann brach sie ab und räumte ein, sich im Datum geirrt zu haben. Am Ende sagte sie, sie komme am nächsten Tag noch einmal, vielleicht wüssten die Zuschauer die Antwort aber schon.
