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Nach Diesel-Einigung zwischen USA und Russland: Berlin bekräftigt Unterstützung für Ukraine, Selenskyj übt Kritik

Nach der von Trump verkündeten Diesel-Vereinbarung mit Russland hat die deutsche Regierung ihre Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. Selenskyj nennt den Schritt ein Zeichen offensichtlicher Schwäche, der Grünen-Politiker Lagodinsky spricht von Verrat. Russland greift die Ukraine weiter an.

Deutschlandfunk · 10.10.2026 · 12:54 Uhr

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Die deutsche Regierung hat nach der Einigung zwischen den USA und Russland über Diesellieferungen ihre Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. Regierungssprecher Kornelius sagte in Berlin, man halte an den Sanktionen gegen Russland fest und arbeite gemeinsam mit den europäischen Partnern an weiteren Strafmaßnahmen.

Nach Angaben von US-Präsident Trump haben sich die Vereinigten Staaten mit Russland auf Diesel-Lieferungen verständigt. Russland werde mehrere Hunderttausend Tonnen auf den Weltmarkt bringen, erklärte er. Im Gegenzug setze Washington die Sanktionen gegen den Kauf russischer Erdölprodukte bis April 2027 aus.

Der Grünen-Europapolitiker Lagodinsky bezeichnete das Vorgehen der USA im Deutschlandfunk als Verrat. Die Vereinigten Staaten benötigten keinen Diesel, sagte er. Trump gehe es lediglich darum, vor den Midterm-Wahlen den Preis auf dem Weltmarkt zu stabilisieren.

In der Ukraine löste die Vereinbarung Besorgnis aus. Präsident Selenskyj kritisierte sie und sprach von einem Zeichen der offensichtlichen Schwäche. Russland werde die Vereinigten Staaten dadurch noch weniger ernst nehmen. Mit Blick auf die jüngsten Angriffe sagte Selenskyj, Russland habe sich für die geplanten Dieselexporte bedankt, indem es fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen habe.

Trump reagierte in Washington mit der Forderung, die Ukraine brauche einen neuen Präsidenten. Zudem solle Selenskyj keine weiteren Angriffe auf russische Raffinerien durchführen lassen.

Bei russischen Angriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine wurden nach jüngsten Angaben der örtlichen Behörden mindestens 20 Menschen getötet, acht weitere wurden verletzt. Auch Kiew war erneut Ziel massiver Drohnenangriffe. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen, örtlich fiel der Strom aus.

Von russischer Seite hieß es, bei einem ukrainischen Angriff in der von Russland kontrollierten Region Luhansk habe es mehrere Tote gegeben. Die Angaben aus den Kriegsgebieten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

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